Die Kurzantwort
Bei den Anforderungen an Freilauf-Abferkelbuchten im Jahr 2026 sind zwei Flächenangaben und ein Stichtag entscheidend. Der Entwurf der AMvB Dierwaardige Veehouderij nennt mindestens 6,5 Quadratmeter je Bucht. Die Sau muss sich darin während des überwiegenden Teils der Abferkelzeit frei bewegen können. Das Beter-Leven-Siegel orientiert sich hingegen an 7,5 Quadratmetern. Wer jetzt baut, sollte daher mit dem höheren Flächenwert planen.

- Entwurf der AMvB: mindestens 6,5 Quadratmeter je Freilauf-Abferkelbucht
- Beter-Leven-Siegel: 7,5 Quadratmeter, spätestens 2035 verpflichtend für teilnehmende Betriebe
- Ein vor dem 2. Mai 2026 eingereichter Genehmigungsantrag schafft innerhalb der BLK-Kriterien eine Ausnahmeregelung bis 2050
- Zwei grundlegende Systeme: Buchten ohne Ferkelschutzkorb und Buchten mit zeitweise schließbarem Korb
- Die Europäische Richtlinie 2008/120/EG verlangt einen Ferkelschutz, beispielsweise einen Sauenbügel
Warum zögern derzeit so viele Betriebe beim Bau eines Abferkelstalls?
Van Osch B.V. hört bei Gesprächen mit Sauenhaltern, die einen Neubau planen, immer wieder denselben Satz: „Ich weiß nicht, welches Abferkelsystem künftig noch zulässig ist. Ich möchte keinen Stall errichten, der in einigen Jahren nicht mehr den Vorgaben entspricht.“ Diese Zurückhaltung ist nachvollziehbar. Ein Abferkelstall wird für eine Nutzungsdauer von rund zwanzig Jahren geplant, während sich die Anforderungen an die Haltung abferkelnder Sauen in diesem Zeitraum mehrfach ändern können.
Die Folge: Vorhaben werden aufgeschoben. Doch auch Abwarten kostet Geld, durch veraltete Abferkelbuchten, steigenden Instandhaltungsaufwand und späteren Bau unter Zeitdruck statt auf Grundlage eines durchdachten Konzepts.
Das eigentliche Problem ist nicht allein die Unsicherheit, sondern die Art, wie viele Planungen festgeschrieben werden. Wer einen Abferkelbereich exakt nach dem heutigen Mindestmaß auslegt, schafft sich womöglich schon die nächste Einschränkung. Wer sich an der absehbar strengeren Flächenvorgabe orientiert, bleibt handlungsfähig. Das ist keine theoretische Überlegung: Der Unterschied zwischen 6,5 und 7,5 Quadratmetern je Bucht bestimmt unmittelbar, wie viele Abferkelbuchten in einen bestehenden Stallbereich passen. Im Folgenden finden Sie die Anforderungen, verfügbaren Ausführungen und relevanten Planungsentscheidungen im Überblick.
Welche Anforderungen gelten 2026 konkret für Freilauf-Abferkelbuchten?
Eine Freilauf-Abferkelbucht ist eine Abferkelbucht, in der sich die Sau während des überwiegenden Teils der Abferkelzeit frei bewegen kann und die zugleich einen separaten, geschützten Bereich für die Ferkel bietet. An dieser funktionalen Definition orientieren sich die aktuellen Regelungen.

Die Flächenanforderungen im Vergleich
Bei einem Neubau stellt sich vor allem eine Frage: Mit welcher Buchtengröße sollte geplant werden? Der Entwurf der AMvB Dierwaardige Veehouderij nennt 6,5 Quadratmeter als Mindestfläche. Laut Nieuwe Oogst sollen Freilauf-Abferkelbuchten spätestens 2035 für alle Teilnehmer des Beter-Leven-Siegels verpflichtend werden. Die Mindestgröße beträgt dann 7,5 Quadratmeter. Damit orientiert sich das Siegel an den Standards der ökologischen Schweinehaltung.
Ein Stichtag, den viele Betriebe übersehen
Neben der Fläche spielt das Datum des Genehmigungsantrags eine wichtige Rolle. DLV Advies erläutert, dass die neuen BLK-Kriterien für Freilauf-Abferkelbuchten eine Ausnahmeregelung bis 2050 vorsehen. Sie gilt jedoch ausschließlich für Betriebe, die ihren Genehmigungsantrag vor dem 2. Mai 2026 eingereicht haben. Für Anträge zu herkömmlichen Abferkelbuchten besteht diese Ausnahme nicht.
Was unabhängig davon bereits gilt
Unabhängig von diesen Entwicklungen gelten die Mindestvorgaben der Europäischen Richtlinie 2008/120/EG. Das Departement Landbouw en Visserij fasst eine zentrale Anforderung prägnant zusammen: Abferkelbuchten, in denen sich Sauen frei bewegen können, müssen einen Schutz für die Ferkel bieten, etwa durch einen Sauenbügel. Außerdem muss hinter der Sau ausreichend freier Raum vorhanden sein, damit das Abferkeln erleichtert wird.
Diese Anforderung wird in vielen Planungen unterschätzt. Ein Bügelsystem ist kein Bauteil, das sich später einfach ergänzen lässt. Seine Position bestimmt den Bewegungsablauf der Sau, die Lage des Ferkelnests und die Zugänglichkeit des Trogs. Werden die Bügel erst eingezeichnet, nachdem die Buchtenmaße feststehen, entsteht fast immer ein Kompromiss, mit dem der Betrieb über Jahrzehnte leben muss. Als Grundregel gilt daher: Bügelposition und Ferkelnest gehören in dieselbe Planungsphase wie die Buchtenmaße, nicht in eine spätere.
Checkliste:
- Prüfen Sie, ob Ihr Genehmigungsantrag vor dem 2. Mai 2026 eingereicht wurde, und bewahren Sie die Eingangsbestätigung auf.
- Berechnen Sie Ihren Stallbereich sowohl mit 6,5 als auch mit 7,5 Quadratmetern je Bucht. Wie viele Buchten entfallen jeweils?
- Klären Sie, ob Ihr Abnehmer oder ein Qualitätssiegel strengere Anforderungen als die gesetzlichen Mindestvorgaben stellt.
- Legen Sie Bügelposition, Ferkelnest und Trogplatz bereits in der ersten Planungsrunde fest.
Welche Ausführungen von Freilauf-Abferkelbuchten gibt es?
Es gibt zwei wesentliche Systeme, deren Unterschiede deutlich größer sind, als es eine Zeichnung zunächst vermuten lässt. Das Varkensloket unterscheidet zwischen Buchten ohne Ferkelschutzkorb, in denen die Sau nicht fixiert werden kann, und Buchten mit einem Korb, in dem die Sau in der kritischen Phase kurz nach dem Abferkeln vorübergehend fixiert werden kann. Für beide Varianten gibt es Praxisbeispiele mit annähernd vergleichbaren Leistungen wie in klassischen Abferkelbuchten, allerdings nicht bei identischen Kosten.
Genau hier liegt die Nuance, die in Verkaufsgesprächen häufig untergeht: Die Leistungen sind erreichbar. Die Kosten je abgesetztem Ferkel fallen jedoch anders aus, nicht zuletzt weil pro Sau mehr Fläche gebaut werden muss.
| Ausführung | Fläche je Bucht | Sau zeitweise fixiert | Buchten je 100 m² Stallbereich, Richtwert |
|---|---|---|---|
| Klassische Abferkelbucht | etwa 4 bis 4,5 m² | ja, während des gesamten Zeitraums | etwa 20 bis 22 |
| Freilaufbucht mit zeitweise schließbarem Korb | ab 6,5 m² | ja, für einige Tage | etwa 14 bis 15 |
| Freilaufbucht ohne Korb | ab 6,5 m², bei BLK 7,5 m² | nein | etwa 12 bis 14 |
Die Werte in der rechten Spalte dienen lediglich als Orientierung. Sie beziehen sich auf die Buchtenfläche ohne Laufgänge und Futtergänge. Die tatsächliche Belegung hängt von der Breite des Stallbereichs, der Gangaufteilung und dem Güllekeller ab.
Wann ist eine zeitweise schließbare Ausführung sinnvoll?
In der Praxis ist die schließbare Variante häufig der bevorzugte Zwischenschritt für Betriebe mit vorhandenem Personal. Sie ermöglicht, die Sau rund um das Abferkeln und in den ersten Tagen danach kurzzeitig zu fixieren. Dadurch werden die Arbeiten in der Bucht planbarer. Für Betriebe mit wechselnden Mitarbeitenden oder Praktikanten ist dieses Argument besonders wichtig.
Wann passt eine Ausführung ohne Korb?
Eine korblose Ausführung stellt höhere Anforderungen an das Management und die Auswahl der Sauen. Betriebe, die diesen Weg einschlagen, gehen meist schrittweise vor: zunächst ein Stallbereich, danach die Ausweitung auf weitere Bereiche. Diesen Ansatz zeigt auch der realisierte Freilauf-Abferkelstall in Wolferstedt, bei dem die deutschen Vorgaben zur Freilaufhaltung den Ausgangspunkt bildeten.
Besondere Aufmerksamkeit verdient dabei die Bodengestaltung. In einer Freilauf-Abferkelbucht entscheidet die Sau selbst, wo sie sich ablegt. Das ist nicht immer der Platz, den der Planer vorgesehen hat. Bei einem Neubau für die Sauenhaltung in Egchel aus dem Jahr 2021 kamen Abferkelbuchten mit beschichteten beweglichen Rosten zum Einsatz. Dadurch kann sich die Sau nahezu nicht auf die Ferkel legen. Solche Details entstehen nicht allein aus einem Produktkatalog, sondern durch die abgestimmte Planung von Bodensystem, Bügelposition und Nestbereich.
Wie gelingt die Umstellung auf Freilauf bei einer Stallmodernisierung?
Praxisbeispiel: ein beispielhaftes Szenario aus der Schweinehaltung
Angenommen, ein Sauenhalter mit rund 450 Sauen an einem Standort möchte seine Abferkelbereiche modernisieren. Die bestehenden Bereiche sind mit klassischen Abferkelbuchten ausgestattet. Der Betrieb möchte auf Freilaufbuchten umstellen, ohne Produktionskapazität einzubüßen.
Die erste Berechnung zeigt, was laut Nieuwe Oogst auf viele Sauenhalter zutrifft: Um die gleiche Zahl an Sauen halten zu können, müssen beim Wechsel zu Freilauf-Abferkelbuchten häufig zusätzliche Buchten gebaut werden. In diesem Szenario fällt die Zahl der Buchten bei 7,5 Quadratmetern je Bucht im bestehenden Bereich spürbar geringer aus.
Nach einer Planungsrunde mit neuer Gangaufteilung, angepassten Öffnungen zum Güllekeller und dem Rückbau einer bestehenden Trennwand bleibt der Buchtenverlust geringer als bei einer reinen Eins-zu-eins-Umsetzung. Das genaue Ergebnis ist von Stall zu Stall verschieden. Der entscheidende Gewinn entsteht jedoch fast immer dadurch, dass die gesamte Aufteilung neu gedacht wird, statt größere Buchten lediglich in das bestehende Raster einzupassen.

Typische Schritte in einem solchen Projekt:
- Den tatsächlichen Bestand exakt vermessen. Nicht die Bauzeichnung von vor zwanzig Jahren ist maßgeblich, sondern die realen Maße einschließlich Stützen und Kelleröffnungen.
- Zwei Varianten berechnen, mit 6,5 und mit 7,5 Quadratmetern je Bucht. So kennen Sie den Kapazitätsverlust in beiden Szenarien.
- Die bisherige Gangaufteilung hinterfragen. Das größte Potenzial liegt meist hier, nicht in der einzelnen Bucht.
- Bodensystem und Bügel gleichzeitig festlegen, zusammen mit der Position des Ferkelnests.
- Die Bauphasen je Stallbereich planen, damit die Produktion während des Umbaus weiterlaufen kann.
Van Osch B.V. entwickelt solche Projekte in einer Planungsphase, in der Sauenhalter oder Händler bis ins Detail eingebunden sind, von maßgefertigten Bauteilen bis zu Abschlussprofilen. Deshalb hat die maßgeschneiderte Stalleinrichtung bei Modernisierungen ein höheres Gewicht als bei Neubauten: In einem bestehenden Stall ist jeder Zentimeter bereits vergeben. Weitere Informationen zur Entscheidung zwischen Umbau und Neubau finden Sie im Beitrag über Stallmodernisierung oder Neubau.
Checkliste:
- Vermessen Sie den Stallbereich neu, einschließlich Stützenpositionen und Kelleröffnungen.
- Berechnen Sie den Kapazitätsverlust sowohl für 6,5 als auch für 7,5 Quadratmeter je Bucht.
- Prüfen Sie alternative Gangaufteilungen, bevor Sie die Buchtenmaße endgültig festlegen.
- Definieren Sie für jeden Stallbereich die Bauabfolge und die Dauer der Leerstandszeit.
- Beauftragen Sie möglichst einen Anbieter für Roste, Tröge, Tränken und Trennwände, damit Sie den Abstimmungsaufwand nicht selbst tragen müssen.
Welchen Nutzen bringt eine großzügiger geplante Abferkelbucht im Alltag?
Der Vorteil zeigt sich vor allem bei den täglichen Arbeitsabläufen. In einer geräumigeren Bucht erreichen Sie die Sau, ohne sich einzuengen. Das spart Zeit bei jeder Behandlung. Betriebe, die umstellen, nennen meist nicht zuerst eine Produktionskennzahl als Verbesserung, sondern den höheren Arbeitskomfort: weniger beengte Bewegungen und ein geringeres Risiko bei der Arbeit zwischen Sau und Ferkeln.
Hinzu kommt die Genehmigungsperspektive. Wer seinen Antrag fristgerecht eingereicht hat, verfügt innerhalb der BLK-Kriterien über einen längeren Planungshorizont. Außerdem gibt es ein Signal, das die Branche ernst nehmen sollte: Die Dierenbescherming will 2030 prüfen, inwieweit Genehmigungen für den Bau von Freilauf-Abferkelbuchten in der Praxis tatsächlich erteilt werden können. Die reale Umsetzbarkeit von Bauvorhaben beeinflusst damit auch das Tempo weiterer Anforderungen.
Die Wahl des Systems wirkt sich auf den gesamten Abferkelprozess aus, von der Nesthygiene bis zum Absetzen. Wie Buchtenaufteilung und tägliche Routine zusammenhängen, erfahren Sie ausführlicher im Beitrag über die Einrichtung eines Abferkelstalls für mehr Ruhe und stärkere Ferkel.
Was muss jetzt entschieden werden und was kann später angepasst werden?
Drei Punkte sollten Sie jetzt festlegen, weil sie sich später nur mit erheblichem baulichem Aufwand ändern lassen.

Erstens: die Größe des Stallbereichs und die Gangaufteilung. Hier geht es um Beton und tragende Konstruktionen. Zweitens: der Güllekeller und die Kelleröffnungen unter den Buchten. Sie bestimmen, wo ein Bodensystem eingebaut werden kann. Drittens: die Lage der Wasserleitungen und Futterlinien.
Später anpassen lassen sich dagegen die Bügelausführung, der Trogtyp, die Tränke und die Abschlussprofile. Bei einem Hersteller mit eigener Konstruktion und Fertigung können diese Komponenten ersetzt oder verändert werden, ohne die tragende Konstruktion anzutasten. Van Osch B.V. fertigt diese Bauteile maßgeschneidert im eigenen Werk in Uden. Eine Anpassung nach der Übergabe wird damit nicht zur Suche nach mehreren unterschiedlichen Ansprechpartnern.
Ein Irrtum hält sich hartnäckig: Eine Freilaufausführung erfülle automatisch die höchsten Tierwohlanforderungen. Das stimmt nicht. Entscheidend ist die Fläche, mit der geplant und gebaut wird, nicht allein die Bezeichnung „Freilauf“. Eine Bucht mit 6,5 Quadratmetern ist eine Freilauf-Abferkelbucht und erfüllt den Entwurfsstandard, nicht jedoch die 7,5 Quadratmeter, die das Beter-Leven-Siegel bis 2035 vorsieht.
Checkliste:
- Legen Sie Größe des Stallbereichs, Gangaufteilung und Kelleröffnungen nach der strengsten absehbaren Vorgabe fest.
- Halten Sie Bügeltyp, Trog und Tränke gezielt flexibel, damit spätere Anpassungen möglich bleiben.
- Fragen Sie nach Lieferzeiten für Ersatzteile und dem Produktionsstandort.
- Prüfen Sie, ob Ihr Lieferant das gesamte Paket anbietet: Roste, Tröge, Tränken und Trennwände.
Häufig gestellte Fragen
Wie viele Quadratmeter muss eine Freilauf-Abferkelbucht groß sein?
Die erforderliche Fläche hängt von der jeweiligen Regelung ab. Der Entwurf der AMvB Dierwaardige Veehouderij nennt mindestens 6,5 Quadratmeter. Das Beter-Leven-Siegel sieht bis 2035 eine Mindestgröße von 7,5 Quadratmetern je Bucht vor. Wer jetzt baut, sollte sich am höheren Wert orientieren, auch wenn der Abnehmer diesen heute noch nicht verlangt. Ein Quadratmeter Unterschied je Bucht kann in einem durchschnittlichen Stallbereich mehrere Buchten ausmachen.
Wann werden Freilauf-Abferkelbuchten verpflichtend?
Für Teilnehmer des Beter-Leven-Siegels gilt spätestens 2035. Laut Nieuwe Oogst sollen Freilauf-Abferkelbuchten bis dahin für alle teilnehmenden Betriebe verpflichtend sein. Die gesetzlichen Vorgaben werden über die AMvB Dierwaardige Veehouderij geregelt, die derzeit noch als Entwurf vorliegt. Lassen Sie sich zu Ihrer konkreten Situation von einem Berater informieren, der Ihre Genehmigungsunterlagen kennt.
Was ist der Unterschied zwischen einer Freilauf-Abferkelbucht mit und ohne Ferkelschutzkorb?
Bei einer Ausführung mit Korb kann die Sau vorübergehend fixiert werden, bei einer korblosen Ausführung ist dies nicht möglich. Das Varkensloket beschreibt für beide Systeme Praxisbeispiele mit annähernd vergleichbaren Leistungen wie in klassischen Abferkelbuchten, allerdings bei unterschiedlichen Kosten. Die zeitweise schließbare Variante ist für Betriebe mit wechselnden Mitarbeitenden häufig der naheliegende Zwischenschritt, weil die Arbeit rund um das Abferkeln besser planbar bleibt.
Warum ist der 2. Mai 2026 ein wichtiger Stichtag?
Dieses Datum bestimmt Ihre Ausnahmeregelung innerhalb der BLK-Kriterien. DLV Advies erläutert, dass für Freilauf-Abferkelbuchten eine Ausnahme bis 2050 gilt, jedoch nur für Betriebe, die ihren Genehmigungsantrag vor dem 2. Mai 2026 eingereicht haben. Für Anträge zu herkömmlichen Abferkelbuchten gilt diese Ausnahme nicht. Bewahren Sie die Eingangsbestätigung Ihres Antrags daher sorgfältig auf.
Muss ich bei der Umstellung auf Freilauf zusätzliche Abferkelbuchten bauen?
In vielen Fällen ja. Neue Oogst beschreibt, dass viele Sauenhalter beim Wechsel zusätzliche Abferkelbuchten bauen müssen, um dieselbe Zahl an Sauen halten zu können. Wie viele Buchten konkret erforderlich sind, hängt von der Breite des Stallbereichs und der Gangaufteilung ab. Berechnen Sie daher immer zwei Varianten, bevor Sie die endgültige Buchtenzahl festlegen.
Fazit
Die Anforderungen an Freilauf-Abferkelbuchten im Jahr 2026 sind konkreter, als es die verbreitete Unsicherheit vermuten lässt: 6,5 Quadratmeter im Entwurf der AMvB, 7,5 Quadratmeter im Rahmen des Beter-Leven-Siegels bis 2035, Ferkelschutz nach europäischer Richtlinie und ein Genehmigungsstichtag, der die betriebliche Position bis 2050 beeinflussen kann.
Für Betriebe, die jetzt bauen oder modernisieren, lautet die praktische Schlussfolgerung: Planen Sie die bauliche Struktur nach der strengsten absehbaren Flächenvorgabe und halten Sie austauschbare Komponenten bewusst flexibel. Berechnen Sie zwei Varianten, bevor Sie die Buchtenzahl festlegen, und prüfen Sie die Gangaufteilung neu, bevor Sie die Maße endgültig bestimmen.
Weitere Informationen zu den Anforderungen und ihren Folgen für Ihren Abferkelstall finden Sie im Beitrag über die Bedeutung der Vorgaben ab 2028 für Ihren Abferkelstall. Für die Wahl des passenden Systems gilt: Die Planung sollte erst finalisiert werden, wenn Boden, Bügel und Ferkelnest als Gesamtkonzept zusammenpassen.
Quellen
- Nieuwe Oogst — Nieuweoogst
- DLV Advies — Dlvadvies
- Varkensloket
- AMvB bevat weinig verrassingen, wel veel aanpassingen voor varkenshouderij — Pigbusiness.nl
- Nieuwe BLK-criteria varkens: dit komt er aan voor jouw bedrijf — DLV Advies
- Varkenscriteria Beter Leven-keurmerk worden aangescherpt — Nieuwe Oogst
- Normen voor (vrijloop)kraamhokken — Departement Landbouw en Visserij
- Vrijloopkraamstallen — Varkensloket